Ein paar Fragen und Antworten

Die folgenden Fragen wurden hin und wieder gestellt und zur Vollständigkeit dokumentiere ich das an dieser Stelle mit den Antworten.

Wo ist die Jodprobe?
Die Anleitung berücksichtig keine Jodprobe! Ich will damit nicht sagen, dass eine Jodprobe nicht wichtig ist. Ich denke nur, dass es für einen Anfänger ein Punkt am Brautag ist, der vom eigentlichen Prozess ablenkt. Wenn ich alleine braue, habe ich noch nie eine Jodprobe gemacht. In der Gruppe machen wir es hin und wieder, aber mehr oder wenig nur, um den Effekt zu sehen. Man kann das schon machen, nur hat es meiner Meinung nach für einen ersten Sud, der ggf. sehr chaotisch läuft nicht die erste Priorität.

Warum eine Kombirast?
Die Antwort liegt im Namen des Bieres: Keep It Simple And Stupid Pale Ale. Ich bin mittlerweile ein grosser Freund der Kombirast und der Aufwand hält sch so für einen ersten Sud auch in Grenzen. Man muss nur eimal die Temperatur halten und dann nur einmal aufheizen. Mir ist auch bewusst, dass zwischen 66 und 67 Grad ein unterscheid ist, aber auch das wird bei dieser Anleitung bewusst vernachlässigt.

Wieso Traubenzucker?
Ich habe am Anfang auch mit Speise gearbeitet und nutze mittlerweile nur noch Traubenzucker zur Nachgärung. Ich vertrete die Meinung, dass es schlicht einfacher, sicherer und genauer ist. Gerade für Anfänger! Daher würde ich das auch jedem Anfänger empfehlen.

Wieso wird die Hefe nur aufgestreut?
Auch hier greift der Name „Keep It Simple And Stupid Pale Ale“. Ich habe die angegebenen Hefen bisher einfach aufgestreut oder vorher in Wasser oder Würze rehydriert. Ich konnte am Gärverlauf oder am Bier bisher keinen unterschied feststellen. Das aufstreuen ist für einen Anfänger schlicht das einfachste.

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Das Rezept

Es wurde die Frage gestellt, wie denn das Rezept für diese Brauanleitung auf einen Blick aussieht. Daher kurz und knapp die Antwort:

Keep It Simple And Stupid Pale Ale

Menge: 20 Liter
Stammwürze: 13° Plato
Bittere: 32 IBU
Farbe: 13 EBC

Schüttung:
4,5kg (90%) Basismalz, z.B. Pale Ale oder Pilsner Malz
0,5kg (10%) Karamellmalz, z.B. Cara hell

Hauptguss: 20 Liter
Nachguss: 10 Liter

Rasten:
Einmaischen: 70 °C
Kombirast bei 67 °C (90 Minuten)
Abmaischen: 76 °C

Hopfenkochen:
90 Minuten insgesamt
1. Gabe nach Kochbegin
2. Gabe bei Kochende
(beide Gaben anhand der Hopfentabelle, je nach Hopfen)

Hefe: (Empfehlung!)
US-05, S-04 oder Nottingham Ale

Mit diesen Angaben habe ich das Rezept im kleinen Brauhelfer entwickelt. Diese Variante soll aber nicht der vorgeschriebene Weg sein. Der Sinn der Brauanleitung und eben auch der Hopfentabelle soll ja sein, dass man mit diesem Rezept schon eine gewisse Individualisierung vornehmen kann.

Heisst: Anstatt Pale Ale Malz kann auch Pilsner Malz verwendet werden. Theoretisch spricht auch nichts gegen Wiener- oder Münchner Malz. Natürlich verändert sich die Bierfarbe dann erheblich! Ich empfehle daher die Wahl zwischen Pale Ale und Pilsner.

Helles Karamellmalz – wie eben Cara hell – sollte die erste Wahl sein. Im Grunde spricht hier auch nichts gegen dunkles Karamellmalz (Cara dunkel), Carared oder Carabelge. Nur verändert sich auch dann die Farbe des Bieres! Wer erstmal nur testen möchte, sollte die Empfehlung Pale Ale bzw. Pilsner Malz und helles Karamellmalz annehmen.

Die Malzwahl kann auch die Wahl der Hefe beeinflussen. Wenn Pale Ale Malz, dann eher US-05 (American Ale) oder S-04 (English Ale) und wenn Pilsner Malz, dann eher die Nottingham. Aber auch das ist nur eine Empfehlung!

Ebenso gilt dies für die Wahl des Hopfens. Wer zu US Cascade, Simcoe oder Amarillo greift, sollte als Hefe eher die US-05 einsetzen. Wer zu englischem Fuggles oder Goldings greift, sollte eher auf die S-04 setzen. Bei einen deutschen Hopfen (Tradition, Spalter, Perle etc.), macht man mit der Nottingham Ale Hefe sicher nichts falsch.

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Meilenstein erreicht

In den letzten Tagen hat sich doch einiges getan. Es gab über verschiedene Wege jede Menge Feedback. Das musste erst alles eingearbeitet werden und insgesamt war das nicht wenig. Natürlich ist es aber auch super, dass wirklich noch ein paar wichtige Punkte gefunden wurden und das unverständliche Schritte einfach besser formuliert wurden.

Aktuell denke ich, dass sowohl PDF– als auch online Version zum ersten Mal in einer Form vorliegen, mit der ich zufrieden bin und mit der man auch arbeiten kann.

Dies wird dann auch der nächste grosse Schritt sein. Im Zuge eines ersten Tests anhand der Anleitung soll auch endlich die Bebilderung erfolgen. Wenn jeder einzelne Schritt min. ein aussagekräftiges Bild hat, dann kann man dem Ganzen vielleicht auch endlich den beta Status entziehen und eine offizielle Version 1.0 online stellen.

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