Rezept Nr. 13: Grünhopfen Bier

Dieses Rezept richtet sich an alle Hobbybrauer, die in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon eigenen Hopfen ziehen und damit ein Bier brauen wollen. Der Zeitraum ist begrenzt, denn die Ernte findet in der Regel im August/September statt. Mit dem eigenen Hopfen zu brauen ist spannend, da der Ausgang immer etwas ungewiss ist. Keiner weiss ja wirklich, welchen Bitterwert der eigene Hopfen hat, auch wenn die Sorte vielleicht bekannt ist. Mit diesem Rezept wird das Risiko eines „Blindfluges“ eingegrenzt.

Die Schüttung
Frischer Hopfen besitzt ein eigenes spezielles Aroma, das leicht kräuterig, teeartig ist. Daher ist ein malziger und etwas kräftigerer Hintergrund eine gute Ergänzung. Pale Ale Malz wird durch etwas Münchner Malz, dunkles Karamellmalz, sowie etwas Melanoidinmalz ergänzt. Gerade letzteres rundet das Aroma ab.

Die Hopfung
Der Hopfen ist in diesem Bier der Star, denn er wird frisch geerntet unmittelbar verbraut. Der Ansatz dieses Rezepts besteht darin, dass euer Bier „neutral“ gebittert wird. Damit ist die Basis gelegt und ihr kennt so den Wert, den euer Bier mindestens hat. Dafür eignen sich gängige deutsche Sorten wir Magnum, Herkules, Tradition oder Merkur. Der frische Hopfen soll nur Aroma bringen. Braut das Bier anhand der Anleitung mit einem Hopfen eurer Wahl und den Mengen für „leicht herb“ aus der Hopfentabelle. Eure frisch geernteten Dolden gebt ihr bei Schritt 12 in den Whirlpool. Die Menge spielt dabei nicht wirklich eine Rolle. Habt keine Angst, dass es zu bitter wird! Frischer Hopfen besteht zum Großteil aus Wasser. Eine Menge zwischen 200g und 1kg frischer Dolden sind für einen 20 Liter Sud ideal. Mehr sollte es jedoch nicht sein.

Die Hefe
Wie im Basisrezept der Brauanleitung könnte ihr für dieses Rezept Nottingham, US-05 oder S-04 verwendet. Nottingham ist sicher die Prio 1.

Was noch?
Frischer Hopfen hat ein enormes Volumen! Die Dolden müssen vor dem Hopfenseihen (Schritt 14) wieder entnommen werden. Ich empfehle daher, die Dolden in Säckchen zu packen. Wäschesäcke aus dem Drogeriemarkt eignen sich gut und erleichtern euch die Arbeit.

Zusammenfassung & Zutaten

Mit frischem Hopfen brauen

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Rezept Nr. 13: Grünhopfen Bier

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Rezept Nr. 12: Saison

Vor einigen Jahren war Saison – oder Farmhouse Ale – ein regelrechter Hypestil. Auf vielen Bierfestivals gab es Brauer, die sich erstmalig an ein Saison gewagt hatten. Mittlerweile hat sich der Hype etwas gelegt. Ein Bier hat sich für mich als Innbegriff dieses Bierstils etabliert: Saison Dupont! Bis heute zählt dieses Bier zu meinen Top 20 Bieren. Das vorliegende Rezept beschreibt ein Einsteiger Saison in der 20 Liter Klasse.

Die Schüttung
Die Schüttung für eine Saison kann wahnsinnig komplex sein und eine Vielzahl an Malzen und Zusätzen enthalten. In diesem Fall ist die Basis Pilsner oder Pale Ale Malz. Die Schüttung wird mit einem kleinen Teil Münchner Malz und hellem Weizenmalz ergänzt, um den Körper zum einen etwas malziger zu gestalten und zum anderen eine spritzige Frische zu erzeugen.

Die Hopfung
Der Hopfen spielt in einem Saison nicht die erste Geige. Nennenswerte Optionen sind East Kent Golding, First- und Styrian Golding. Aber auch eine deutsche Sorte wie Spalter Select kann eingesetzt werden. Da das Saison seinen Ursprung im französische sprachigen Teil Belgiens hat, kann auch gerne zu französischen Sorten wie Strisselspalter, Aramis oder Triskel gegriffen werden.

Die Hefe
Das A und O in einem Saison ist die Hefe und hier gibt es für den Hobbybrauer eine klare Empfehlung: Die Belle Saison! Diese Hefe erzeigt ein einzigartiges fruchtiges, pfeffriges und estriges Aroma. Aber Achtung: Die Belle Saison ist ein „Yeast Beast“, die einen enorm hohen Endvergärungsgrad besitzt. Also wundert euch nicht, wenn eure Spindel einen Wert zeigt, den ihr sonst noch nie erreicht habt! Als Alternative kann die Mangrove Jack’s M29 genutzt werden.

Was noch?
Wer möchte, kann ein Saison auch extravagant mit Flavor Hops hopfen und ggf. sogar stopfen. Da die Belle Saison mit hohen Temperaturen recht gut zu recht kommt, kann sie auch gut eingesetzt werden, wenn die Umgebungstemperatur auf über 20° Grad steigt. So eignet sich dieses Rezept auch recht gut für einen Brautag im Hoch- oder Spätsommer.

Zusammenfassung & Zutaten
Saison selber brauen

 

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Rezept Nr. 12: Saison

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Rezept Nr. 11: Golden Ale

Das Golden Ale ist ein einfacher obergäriger Bierstil, der gerade für Anfänger bestens geeignet ist. Weit verbreitet ist dieser Stil hierzulande allerdings nicht. Etwas leichter als der grosse Bruder Pale Ale, ist das Golden Ale ein umgängliches Bier für jeden Tag. Gerade im Frühling oder Sommer ist ein entspanntes Golden Ale der perfekte Durstlöscher für den Feierabend.

Die Schüttung
Wie der Bierstil an sich, ist die Schüttung recht simpel: Pale Ale Malz wird lediglich mit etwas Münchner Malz ergänzt. Das Münchner Malz sorgt dafür, dass die Farbe des Bieres am Ende nicht zu hell, sondern wirklich leicht orange und eben „golden“ wird. Die Schüttung verzichtet komplett auf Cara Malze. Das Bier soll schliesslich schlank werden. Der Körper des Bieres geht in Richtung Kölsch, wobei die Hopfung dabei dann die Abweichung darstellt.

Die Hopfung
Ein Golden Ale sollte dezent und leicht gehopft sein. Eine Hopfenbombe ist nicht das Ziel, sondern es soll ein leicht herbes Bier für jeden Tag sein. Fruchtige US C-Hopfen sind eher ungeeignet und man kann bei diesem Bier gut die neuen deutschen Sorten einsetzen. Ariana, Callista, Huell Melon oder auch den Klassiker Comet. Eine gute Rolle in diesem Stil macht auch der Amarillo, oder man greift zu „neue Welt“ Hopfen aus Neuseeland, Australien oder sogar Südafrika.

Die Hefe
Ich habe es bei diesem Stil bisher einfach gehalten und habe zur Gärung die US-05 eingesetzt. Enttäuscht wurde ich dabei bisher nie und die Hefe bringt die fruchtigen Nuancen gut zur Geltung. Noch einfacher und sicherlich auch keine schlechte Option ist die gute alte Nottingham Ale.

Was noch?
Im Grund kann ein Golden Ale ganzjährig gebraut und auch genossen werden. Durch seine Leichtigkeit in Stammwürze und Hopfung ist es aber ein ideales Bier im Frühling und im Sommer. Ein Golden Ale muss nicht zwingend ein Begleiter zu einem Gericht sein. Als Alltagsbier oder für eine Feier ist es ideal, da dieser Bierstil eben auch massenkompatibel ist und wenig Ecken und Kanten besitzt. Je nach Endvergärungsgrad wird das Bier unter 5% Alkohol bleiben. Auch damit ist das Bier entspannt, umgänglich und gut zu trinken.

Zusammenfassung & ZutatenGolden Ale selber brauen

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Rezept Nr. 11: Golden Ale

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