Rezept Nr. 3: India Pale Ale

Dieses Rezept ist eine Einsteiger IPA. Es ist absichtlich einfach gehalten und keine massive „Hopfenbombe“. In der Hobbybrauer Szene ist das IPA sicherlich einer der Bierstile, der am meisten für Aufsehen sorgt und der in verschiedensten Varianten (Black IPA, White IPA oder Session IPA) zur Geltung kommt. Ein IPA kann extrem kreativ und extravagant sein. Diese Version ist einfach gehalten und soll für den Brauanfänger mehr eine Einstieg in das Thema sein. Mit IPA Rezepten könnte man im Grunde ein eigenes Buch füllen. Ein Single Hop IPA ist für mich der perfekte Bierstil, um einzelne Hopfensorten genau zu studieren.

Die Schüttung
Hier braucht es keine grossen Worte: Pale Ale Malz als Basis, etwas Münchner Malz und dunkles Karamellmalz – fertig!

Die Hopfung
Wo soll man da anfangen? Wer es klassisch mag, der greift zu C-Hopfen aus USA. Cascade, Centennial, Citra oder Columbus. Aber auch die deutschen C-Sorten Callista und Comet sind ein Highlight in einem IPA. Darüber hinaus sind Simcoe, Galaxy und Mosaic wie für diesen Stil gemacht. Fazit: Jeder Hopfen, der eine detailliert fruchtige Beschreibung besitzt ist geeignet und kann eingesetzt werden.

Die Hefe
Der Ansatz für dieses „Anfänger IPA“ ist eine American IPA. Ich nutze für diesen Stil die US-05 oder die Danstar BRY-97 American West Coast. Mit beiden Hefen konnte ich bisher gute Ergebnisse erzielen.

Was noch?
Ein IPA ist immer kaltgehopft („gestopft“). Deshalb braucht man zur Umsetzung dieses Rezepts auch die doppelte Menge Hopfen, wie im Standardrezept der Brauanleitung mit 100g angegeben ist. Das Hopfenstopfen ist eine Wissenschaft für sich und es gibt unterschiedliche Ansätze und Techniken. Für dieses erste IPA könnt ihr 100g Pellets eures Hopfens nach Rückgang der Hochkräusen (Schritt 19) für 3-4 Tage zum Jungbier geben. Die Pellets bringen dann ihr Aroma ins Jungbier und sinken zum Boden eueres Gäreimers ab. Die Schritte „Gärende“ und „Abfüllen“ können dann wie beschrieben durchgeführt werden.

Zusammenfassung & ZutatenIPA selber brauen

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Rezept Nr. 3: India Pale Ale

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9 Antworten zu Rezept Nr. 3: India Pale Ale

  1. Stefan schreibt:

    Kann man als Anfänger die Kalthopfung weglassen oder wird es dann nicht gut?

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    • brauanleitung schreibt:

      Das hat weniger was mit gut oder schlecht zu tun. Es wird halt was fehlen. Das hopfige Aroma. Daher würde ich nicht drauf verzichten und schwer ist es ja nicht.

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    • Friedemann schreibt:

      Danke für das tolle Rezept!
      Ich tue mich schwer mit dem Abschätzen, wann denn das Hochkräusen durch ist und ich Hopfenstopfen kann.
      Die Hefegabe ist bei mir nun knapp 3 Tage her und ich habe das erste Mal reingeschaut und einen dichten Schaumteppich gesehen.
      Kann ich den richtigen Zeitpunkt auch anhand der Vergärung bestimmen? Momentan habe ich eine sEVG von 48%.

      Danke schonmal im Vorraus!

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      • brauanleitung schreibt:

        Hallo.. also das Abschätzen der Kräusen ist eher eine optische Sache. Es gibt durchaus auch Leute, die mit Hochkräusen stopfen. Beim Thema Stopfen musst du ein wenig deinen Weg finden. Fürs erste Mal, würde ich nach einer Woche schauen, wie es mit den Kräusen aussieht und dann bei sichtbarer Würze den Hopfen geben.

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  2. Robert Islinger schreibt:

    Im Rezept stehen 200g, aber 100g kaltgehopft: werden die ersten 100g des Hopfens während dem Kochvorgang schon zugegeben und wenn ja wie lange mitgekocht? Die restlichen 100g dann beim Hochkräusen?

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    • brauanleitung schreibt:

      Zuerst gibst du zwei Gaben anhand der Hopfentabelle. Die kannst du dir auf der Seite runterladen. Anhand deines Alphawerts kannst du die Mengen ablesen. Den Rest dann gerne stopfen. Kann nur besser werden. 🙂

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  3. Peter schreibt:

    Vorweg, ich hab noch nie ein Bier gebraut, möchte aber gerne damit beginnen.
    Wenn ich das Rezept anschaue, da steht bei Hopfen Empfehlung Cascade 200g. Pellets.
    Wenn ich nun wie angegeben in der Hopfentabelle nachschaue, ergibt sich bei Cascade (ca.7%) eine Menge von insgesamt 55g.
    Irgendwie versteh versteh ich da vermutlich was falsch, aber da ist ein Unterschied von 75%

    Könnten sie mir bitte einen Denkanstoß geben?

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    • brauanleitung schreibt:

      In den meisten Fällen wirst du Hopfen nur zu min. 100g kaufen können. Als kleinste Menge. Ab und an gibt es 50g Päckchen. Das ist quasi die benötigte Zutat. Die Menge musst du – wie richtig geschehen – aus der Tabelle ablesen. Wie beim backen: 1 Packung Mehl, davon brauchst aber 125g. 🙂

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  4. Peter schreibt:

    Achso, vielen Dank, dann versuch ich das mal 🙂

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